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Schülerinnen des St.-Ursula-Berufskollegs erfolgreich

Bild: Stellvertretend für 4 Schülerinnen unserer Schule, die im 67. Osteuropawettbewerb ausgezeichnet wurden, erhält Anna Kumlehn die Siegerurkunde.

 

Gamze Baygin und Anna Kumlehn aus dem AHR19 haben sich in diesem Schuljahr im Differenzierungskurs „Freiwilliges Soziales Engagement in Europa“ für ein Erasmus+ Austauschjahr vorbereitet und dabei am NRW-Wettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teilgenommen. Sie hatten sich für das Format „Kurenwimpel“ entschieden und dieses vergessene volkstümliche Element aus Ostpreußen mit persönlichen Zukunftsvision zu Europa verbunden. Sie können sich jetzt über 100€ freuen – und neue, geschichtlich verwurzelte Erkenntnisse:

Mit dem Kurenwimpel, der die Windrichtung angibt,  zeigten die Fischer am Masttop am Kurischen Haff ihren Heimathafen.

Die Vorderseite des Kurenwimpels soll unsere Zukunftsvision der Europäischen Union zeigen.

Auf ihm sind die Flaggen der EU-Gründerstaaten zu sehen. Diese sollen den Ursprung darstellen. Momentan gehören der EU inzwischen 28 Mitgliedsländer an. Rechts von den Flaggen aus betrachtet sind Wahrzeichen und Symbole einiger Mitgliedsstaaten zu sehen. Der blaue Kreis soll den Zusammenhalt in der EU symbolisieren. Wir müssen gemeinsam stark in die Zukunft blicken, um den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Dies sollen auch die zwei Hände haltenden unterschiedlichen Menschen darstellen, die gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Deshalb ist unsere Zukunftsvision, wie sie auch der Kurenwimpel darstellen soll, dass die Europäische Union eines Tages ein Staat wird und wir alle ihre Staatsbürger werden. Daher auch die Flagge der EU, die auch unsere Gemeinschaft symbolisiert.

Ganz links ist ein Pfeil zu sehen auf dem „VOTE“ steht. Martin Schulz (von 2012-2017 EU-Präsident) sagte einmal, dass wenn die EU selbst EU-Mitglied werden wolle, sie nicht aufgenommen werden würde, da sie zu undemokratisch sei. Der Pfeil soll in Richtung Demokratie zeigen. Es soll ein kleiner Appell sein, dass die EU demokratischer werden soll.

Auf der Rückseite des Kurenwimpels ist zu sehen, was im Januar 1945 geschah. Die Russische Armee (auch rote Armee genannt) rückte nach Westen auf. Schon im Oktober 1944 betraten sie ostpreußischen Boden. Der Gauleiter (Erich Koch) erließ ein Evakuierungsverbot für die Haffe. Die Menschen konnten erst im Januar 1945 fliehen. Das hatte zur Folge, dass es einen gewaltigen Flüchtlingsstrom in Richtung Westen gab. Die rote Armee hatte die Menschen eingekreist. Sie mussten in wenigen Tagen in Richtung Westen fliehen. Sie waren gezwungen, über das eingefrorene Wasser zu der schmalen Landzunge in der Ostsee zu laufen. Auf diesem Weg starben 9300 Menschen wegen der -25 Grad, die in diese Zeit dort herrschten, durch Erschöpfung oder dadurch, dass sie im Eis einbrachen. Sie flohen mit ihren Pferden, um schneller zu sein. Auf den Wagen befanden sich wenig bis gar keine persönlichen Gegenstände. Auf den Wagen befanden sich Kinder, Proviant und Futter für die Pferde. Ihr  Ziel war es, nach Pillau zu gelangen, um dort ein Schiff nach Gotenhafen (nördlich von Danzig) zu nehmen“. Eine historische Dystopie, die sich nie mehr wiederholen soll.

Eva Buchen und Sofia Vogel haben sich im selben Wettbewerb mit dem Format „Kurzgeschichte“ auseinander gesetzt und eine Fantasy-Vorlage zu einem Road-Trip in die rumänischen Karpaten fortgesetzt: Dabei nutzten Sie Illustrationen und Fantasie, durch die sie Ihre Helden Kira und Florian auf abenteuerliche Weise durch halb Europa jagen: Auf der Flucht vor der Polizei und anderen Herausforderungen decken sie Ihr persönliches europäisches Geheimnis auf: Europa in Köpfen und Herzen. Auch Eva Buchen und Sofia Vogel dürfen sich über 100 € freuen.

Auch wenn nicht alle als Sieger vom Feld gehen können: In den drei Vorbereitungskursen gab es eine Reihe von spannenden Projektbeiträgen, wie z.B. ein Interview sowie ein Film über und mit dem deutsch-polnischen Fußballer Adam Bodzek, ein Social-Media-Project zum Thema Mobbing, ein Lied über Düsseldorf und Europa, eine Präsentation über Düsseldorfer Senioren bei der Betrachtung von alten Postkarten und viele andere Projekte: Europa wurde an vielen Punkten geschichtlich, politisch, literarisch und künstlerisch aktuell. Ein brauchbare Vorbereitung auf Erasmus+ – Auslandsaufenthalte 2020/2021. Bleibt zu hoffen, dass diese von der Coronalage zugelassen werden.

Die Teilnahme an den Wettbewerben „Begegnung mit Osteuropa“ sowie am Europäischen Wettbewerb“ gehören obligatorisch zur Vorbereitung auf ein Praktikum im Rahmen von Erasmus+ an unserer Schule (https://www.europaeischer-wettbewerb.de/). [PK]

https://www.bezreg-muenster.de/de/schuelerwettbewerb/index.html

 

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